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          Theo's Tipps für den Juni

Liebe Gartenfreunde,

Der Mai 2019 war 1,5 Grad kühler als der Jahresdurchschnitt und das mit wenig Regen.  

Ein wichtiger Tag im Gartenjahr ist der 24.Juni. Er ist im Heiligenkalender Johannis dem Täufer gewidmet und heißt deshalb Johannistag oder Johanni.

Nach den 24.Juni treibt die Flora in der Natur ein zweites Mal junge Triebe aus. Das ist ein natürlicher Schutz, wenn der erste Austrieb von Schädlingen gefressen wurde. Den zweiten Austrieb benötigen die Pflanzen, um sich entwickeln zu können und um Nährstoffe für den Winter einzulagern. Aus diesem Grund wird auch z.B. die Spargelernte am 24. Juni eingestellt.

In meinen Buchsbäumen hatte es sich der Buchsbaumzünsler (Raupe, hellgrün mit schwarzen Punkten) gemütlich gemacht. Erschrecken schnell hatte ich kahle Stellen in meiner Hecke. Zukünftig muss besser vorgebeugt und aufgepasst werden. Es gibt drei Strategien: Kontrollfänge mit natürlichen Sexuallockstoffen, auf die die männlichen Zünsler reinfallen. Pflanzenschutzmittel mit einem natürlichen Gegenspieler der Zünsler (Bazillus Thuringiensis) und die Bestäubung mit Algenkalk. Hier geht man von einer Pflanzenstärkung aus. Ich habe auch beobachtet, wie unwohl sich die Zünslerraupe im Kalkstaub fühlt. Die Lockstofffallen werden aufgestellt und kontrolliert. Das biologische Pflanzenschutzmittel Bazillus Thuringiensis (Gibt es unter verschiedenen Markennamen) wird bei Befall gespritzt und der Algenkalk mit einem Zerstäuber ausgebracht. Im Landmarkt sind alle Mittel und Instrumente vorrätig. Schön ist, dass die europäischen Vogel gelernt haben, die Zünslerraupe als Beute wahrzunehmen. Da relativ groß für unsere Singvögel, werden die Raupen erst aus der Hecke gezerrt und dann auf dem Steinplattenweg geteilt. Mein Weg zeigt schon Flecken vom Gemetzel. Zurzeit kommen die Vögel allerdings allein nicht gegen die Masse der Raupen an.

Jetzt können auch die Rosen ein zweites Mal für eine kräftige Blüte gedüngt werden. Viel später sollten keine Stickstoffdünger an Rosen ausgebracht werden, damit die jungen Triebe noch verholzen können und so frostsicherer durch den Winter kommen.

Es werden zurzeit viele Bienenwiesen auch in Privatgärten angelegt. Ein schöner Trend, denn es macht Freude auch die Fauna mit Schmetterlingen, Wildbienen etc. zu beobachten.

Wem eine Wiese zu aufwendig, dem empfehle ich andere Pflanzen. Bei mir blüht die Kletterhortensie. Die Wildbienen bevölkern diese in großer Zahl. Die Vögel nehmen sie gerne zum Nestbau an. Alternativ kann man eine Linde pflanzen, wenn der Platz es zulässt. Die große Krone gibt früh im Jahr wertvolle Nahrung für alle Insekten. Wichtige Nährpflanzen für die Bienen sind auch Kräuter aus dem Kräutergarten. Ungeschlagen beliebt, ist der blühende schwarze Basilikum (steht bei mir im Hochbeet) und der Thymian.

Ich wünsche allen Gartenfreunden einige schöne erholsame Stunden im Garten. Am besten mit Freunden oder Familie.

Euer Theo

            

 

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